NoveliqaVerkauft fürs Glück: Liebesvertrag mit dem Milliardär / Claras erste Intrige :0%
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Chapter 5

Claras erste Intrige

Der kalte Wind, der vom Spreeufer herüberzog, riss Lena den Mantel enger um die Schultern. Ihr Herz schlug noch immer unregelmäßig, die Schatten der Nacht schienen sich um sie zu schließen wie ein unsichtbares Netz. In der Ferne blitzten die glitzernden Lichter der Stadt wie zerbrochene Sterne. Doch für Lena war alles nur ein trügerischer Schein.

Ein Rascheln in der Dunkelheit. Ein kaum hörbares Flüstern. Lena drehte sich ruckartig um, doch niemand war zu sehen – nur die stählernen Fassaden der Hochhäuser, die wie stumme Wächter über dem nächtlichen Geschehen thronten. Die Frage, wer sie beobachtet hatte, nagte an ihr wie ein scharfkantiger Splitter. Ein Freund? Ein Feind? Oder eine dunkle Macht, die sich unerkannt in ihrem Leben breitmachen wollte?

Unterdessen saß Clara von Rabenau in ihrem abgeschiedenen Büro im obersten Stockwerk des Rabenau-Turms. Die Wände mit schweren Ledertapeten, der Blick auf das nächtliche Berlin, und sie selbst – eine eisige Statue aus perfekt geschnittener Macht. Ihre Finger trommelten ungeduldig auf dem polierten Mahagonischreibtisch, während eine feine Falte zwischen ihren Brauen aufblitzte.

„Lena Berger“, murmelte sie mit knirschender Stimme, ihre Augen blitzten finster. „Du bist ein Fehler. Und Fehler muss man beheben, bevor sie Schaden anrichten.“

Clara griff nach ihrem Smartphone und öffnete eine verschlüsselte Nachricht. „Viktor wird verstehen, wenn ich klar mache, dass sie unser Erbe bedroht.“ Doch ein inneres Flüstern, halb Gier, halb Angst, flackerte kurz auf. Die Wahrheit war: Clara fürchtete nicht nur um das Unternehmen. Sie fürchtete Lena – die unbändige Kraft, die in ihrer Schwäche schlummerte.

Zurück in ihrer kleinen Wohnung spürte Lena die Kälte ihrer Einsamkeit so schneidend wie das flackernde Neonlicht, das durch das Fenster sickerte. Sie griff nach dem zerknitterten Ehevertrag, den Viktor ihr gegeben hatte – sie las die Worte, fühlte die Schwere, die sich an ihre Seele presste. Freiheit, Sicherheit, Zukunft – all das hing an einem Faden, der schon jetzt drohte zu reißen.

Ein unerwarteter Ton meldete sich von ihrem Handy. Eine neue Nachricht. Kein Absender. Nur ein Bild: ein Foto von ihrem Atelier, aufgenommen aus der Ferne. Ihr Atem stockte. Jemand wusste, wo sie war.

Der Druck in ihrer Brust wuchs, zu ersticken drohend. Und während die Stadt um sie herum weiter pulsierte, wusste Lena: Claras erste Intrige hatte begonnen. Aber was genau plante die Frau hinter jener kalten Fassade? War es eine List, die alle Regeln sprengte? Ein Spiel, das Lena zerstören sollte?

Langsam erhob sie sich, die Kälte der Nacht in ihrem Blick. Sie war bereit – und doch wusste sie, dass der nächste Schlag hart sein würde.

Ein leises Klopfen an der Tür riss sie aus ihren Gedanken. Ihr Herz knallte gegen die Rippen. Wer war das? Freund oder Feind?

Die Tür ging nur einen Spalt auf. Ein Schatten huschte hinein.

„Du solltest besser aufpassen, Lena“, flüsterte eine Stimme, die Eis auf der Haut ließ.

Und dann – Dunkelheit.