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Chapter 14

Das Schatten-Turnier beginnt

Kapitel 14 Das Schatten-Turnier beginnt

Der letzte Klang der Stimme verhallte in der steinernen Halle und schien sich in die finsteren Ecken zu saugen, wo selbst das Licht kaum wagte zu dringen. Lukas stand reglos da, die Hände leicht zitternd. Das System blinkte erneut – ein rhythmisches Pulsen, das sich wie ein Herzschlag in seinen Adern niederließ.

Seine Brust hob und senkte sich hastig, die Luft schmeckte nach Metall und etwas Uraltem, das unter der Oberfläche lauerte. Die Kälte kroch ihn hinauf, nicht nur von den kalten Wänden, sondern von innen heraus. Als hätte jemand seine Seele mit eisigem Griff umschlossen – eine Mischung aus Angst und aufgestauter Adrenalinwelle, die in seinem Innern tobte.

Er schluckte schwer, sein Finger zuckte am Rand der Jacke, wo der unsichtbare Gradmesser seines Systems prangte. „Bereit?“ flüsterte er leise, die Worte kaum greifbar zwischen inbrünstigem Zweifel und dem brennenden Willen, sich zu beweisen.

Lukas wusste, dass das Turnier mehr war als ein Spiel. Es war ein Pfad, der weit über die üblichen Grenzen der Akademie hinausführte – ein Schlachtfeld für jene, die die Fäden in den Schatten wirklich in der Hand halten wollten. Und auch wenn er zitterte, spürte er, wie die Kälte der Angst sich langsam in eisernes Feuer verwandelte.

Aus dem Augenwinkel bemerkte er die Bewegung. Die anderen Teilnehmer formten ungeduldig Gruppen, murmelten leise miteinander, manche blickten verschlagen, andere mit dem eisigen Blick des Jägers. Ein Rauschen voller gespannter Erwartung legte sich über den Raum.

„Lukas.“ Eine Stimme schnitt durch die Stille, ausgefranst am Rand, doch klar und fordernd.

Er wandte den Kopf. Neben einer Gruppe von muskulösen Kämpfern stand eine Person, die er nicht erwartet hätte. Ein schlankes Profil, in dessen Schatten das grüne Licht der Systemanzeigen gefrieren wollte. Die Augen blitzten dunkel auf – stark, kalt, unnachgiebig.

„Seraphine.“ Sein Herz stolperte für einen Moment, dann schlug die Angst in einen schwer fassbaren Widerstand um.

Ihr Lächeln war schmal und spitz wie ein Dolch. „Ich hätte nicht gedacht, dass du dich tatsächlich traust.“

Lukas erwiderte den Blick, eine Flut aus Erinnerungen durchfuhr ihn: nächtliche Flure, hinterlistige Angriffe, das Gefühl, nicht mehr als ein Schatten unter den Schatten zu sein. Aber heute, heute konnte er es nicht mehr ertragen, nur Beobachter zu sein.

„Ich habe nicht vor, den Schatten zu meiden.“ Seine Stimme war rau, doch entschlossen. „Ich werde das Level überstehen.“

Seraphines Augen verengten sich. „Du hast keine Ahnung, worauf du dich da einlässt.“

Doch bevor Lukas antworten konnte, hallte das schrille Läuten der Glocke durch die Halle. Eine eisige Welle fuhr durch die Menge, und alle Blicke richteten sich auf den großen Eingang.

Dort, wo das Licht der spärlichen Fackeln in abscheuliche Formen zersplitterte, öffnete sich eine Tür mit einem Knarren, der wie ein Schrei durch die Stille schnitt.

Alle Atemzüge stockten. Eine Gestalt trat hervor, eingehüllt in einen langen, schwarzen Mantel, der jeden Kontur ihres Körpers verschlang. Nur das Gesicht war halb sichtbar – eine Maske aus Narben, die Geschichte von unzähligen Schlachten erzählte, von Verlust und gnadenloser Stärke.

Das System blinkte hektisch, warnte stumm, und Lukas spürte, wie ein Kloß sich tief in seine Kehle legte.

„Netter Versuch, Lukas“, kam eine Stimme aus der Menge, gepaart mit einem höhnischen Lachen, das durch die Spannung schnitt.

Der Schatten trat in das Licht, und Lukas erkannte ihn – ein alter Feind, dessen Name in Legenden geflüstert wurde, aber den kaum jemand wirklich gesehen hatte.

„Du hast dich lange versteckt“, flüsterte die Stimme der Dunkelheit, „doch heute wirst du lernen, was wahre Stärke bedeutet.“

Die Luft vibrierte, der Anfang eines Kampfes, der das Schicksal der Schattenakademie neu schreiben würde.

Lukas ballte die Fäuste, spürte die Magie pulsieren und das System an seiner Seite, während der Schattenmann Schritt für Schritt näher trat.

Das Schatten-Turnier begann – und mit ihm die unvermeidliche Konfrontation zwischen Vergangenheit und Zukunft.

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Fortsetzung folgt…