NoveliqaHerz unter Vertrag: Billionärs geheime Leidenschaft / Gefährliche Intrige :0%
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Chapter 7

Gefährliche Intrige

Das Flackern des Lichts hatte aufgehört, und mit einem dumpfen Klick war die Lampe wieder stabil. Doch die Schatten in Emilias Herz tanzten wild und unberechenbar weiter. Ihr Blick haftete auf dem leeren Platz gegenüber, wo eben Andreas Lindholm gesessen hatte – oder zumindest hatte sie das geglaubt. Die Realität jedoch war handfest und erbarmungslos: Er war verschwunden, so abrupt wie ein Phantom, das durch die vertraute Welt glitt, um sie mit einem Gefühl von Gefahr und Verrat zurückzulassen.

Ein leises Schwirren, kaum hörbar über das Gemurmel im Café, ließ Emilia zusammenzucken. Sie tastete instinktiv nach der kleinen, silbernen Kette, die sie jetzt wie einen Schutzschild umklammerte. Blut pochte in ihren Schläfen, der Geschmack von Metall stieg in ihren Mund. Jemand beobachtete sie. Ganz sicher.

„Emilia? Alles in Ordnung?“ Miriam, ihre beste Freundin, war plötzlich neben ihr. Die Besorgnis in ihren Augen schnürte ihr die Kehle zu.

Sie zwang sich zu einem Lächeln, das eher wie ein gequälter Riss wirkte. „Ja, nur... ein bisschen... überrascht.“

„Wer war diese Gestalt?“ Miriam sah sich verstohlen um, als könne jeder Fremde im Café gefährlich sein.

Emilia biss sich auf die Lippen. Die Wahrheit lag wie ein schwerer Schleier über ihr: Andreas Lindholm – der Mann, von dem sie wusste, dass er alles daran setzte, Viktor Hartmann ins Verderben zu treiben. Und nun war er hier, in ihrem Bannkreis, hatte sie minutenlang Ausschau halten lassen, um dann wieder zu verschwinden. Ein Spiel, das keine unkalkulierten Fehler duldete.

„Ich sollte gehen“, murmelte Emilia, während ihr Blick sich an der Uhr orientierte, deren Sekundenzeiger unbarmherzig tickte. Jeder Moment in diesem Café könnte die Ruhe vor dem Sturm sein.

Die Außentür schlug auf. Ein kalter Windstoß ließ die Gardinen flattern, eine Gruppe Männer in dunklen Mänteln strömte herein. Ihre Blicke suchten systematisch die Tische ab. Emilia spürte, wie ihr Herz höher schlug. Verfolgung. Die Anwesenheit dieser Männer war kein Zufall.

„Was ist das?“ Miriam griff nach Emilias Arm, ihre Stimme bebte. „Wir sollten hier weg!“

Doch Emilia rüttelte sie los, die Panik war in ihr wachgerufen, doch ihr Verstand schärfte sich gleichzeitig: Flucht bedeutet nicht immer Überleben. Sie musste wissen, warum sie hier waren. Wer sie suchten. Ohne Zögern trat sie auf die Straße, die kalte Nachtluft schlug ihr entgegen, ein Duft von nassem Asphalt und Abgasen mischte sich mit dem scharfen Hauch von Gefahr.

Sie presste die Schultern durch, ihren Kopf gesenkt, ihre Schritte schneller, aber nicht hastig. Hinter ihr schritten die Männer, zwei, vielleicht drei, mit ruhiger Beharrlichkeit. Plötzlich spürte Emilia eine Hand auf ihrem Handgelenk.

Ein Herzschlag, der sich anfühlte wie ein Hammerschlag.

Sie riss sich los, drehte sich um, und stand Andreas Lindholm gegenüber. Seine Augen funkelten im dämmrigen Licht der Laterne. Ein Lächeln, kalt und unnahbar, breitete sich auf seinen Lippen aus.

„Glaubst du wirklich, du bist vorbereitet?“ Seine Stimme war ein Messer, das sich langsam ins Fleisch bohrte.

„Ich habe keine andere Wahl“, flüsterte sie, obwohl ihr Körper verlangte, an Ort und Stelle zu zittern.

„Du weißt nicht, worauf du dich einlässt, Emilia.“ Seine Worte waren mehr Warnung als Drohung.

Ein dumpfer Schlag von hinten ließ sie taumeln. Schatten lösten sich aus dem Dunkel — einer der Männer hatte nicht aufgegeben. Metzgerhandschuhe, schwarz wie die Nacht. Die kalte Faust traf ihren Magen.

Luft schnappend drehte sie sich weg, spürte, wie die Welt um sie kippt. Stille.

Dann Schritte.

Fliehend? Oder verfolgt?

Sie riss die Augen auf, musste sich entscheiden — gegen die panische Schwäche oder für den Überlebensinstinkt.

Vor ihr ein schwarzer Lieferwagen, das Heck geöffnet.

„Komm mit mir, wenn du leben willst“, knurrte eine Stimme, rau und gleichzeitig vertraut.

Emilia starrte. Die Sogwirkung war sofort da.

Konnte sie sich trauen? War dies die rettende Hand — oder der Beginn eines noch tieferen Albtraums?

Sie setzte einen zögerlichen Fuß in den Wagen, als hinter ihr erneut die Stimmen der Verfolger lauter wurden.

Und dann schlug die Tür zu. Die Dunkelheit verschlang sie.