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NoveliqaIm Schatten der Ewigen Reinkarnation / Die erste Erinnerung :0%
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第{{num}}話 1

Die erste Erinnerung

Kapitel 1 Die erste Erinnerung

Der kalte Nebel kroch wie ein lebendiges Wesen durch die schmalen Gassen von Eldrith, der uralten Stadt in Lurien, wo Steinmauern in der Dämmerung ihre Geheimnisse flüsterten. Elias lag reglos auf der harten Erde, das Gesicht halb im Modder verborgen, während sein Atem in kurzen, scharfen Zügen die Stille durchbrach.

Seine Augen öffneten sich langsam, und ein dumpfes Pochen setzte sich hinter seiner Stirn fest. Es war kein gewöhnliches Erwachen. Kein einfaches Blinzeln ins morgendliche Licht. Vielmehr spürte er etwas tief in sich, ein Ziehen, als ob sich ein verschlungener Faden löste, der längst vergangene Bilder und Stimmen freigab.

Er hob die Hand vor sein Gesicht, die Finger zitterten kaum merklich. Kühle Tropfen rann von einem dunklen Pflaster auf seinem Arm — der Geruch von feuchtem Stein und alten Kräutern durchzog die Luft.

„Wo... bin ich?“ Ein rauer Atemlaut entwich seinen Lippen.

Der Platz um ihn herum wirkte fremd und doch merkwürdig vertraut. Die Häuser ragten mit ihren verwitterten Fassaden in die Höhe, spitz zulaufende Dächer, die in einem undefinierbaren Schatten standen. Über ihm spannten sich silbrig-graue Wolken, die wie verwundene Flügel den Himmel bedeckten.

Elias setzte sich langsam auf, jede Bewegung schwer, aber sein Geist begann zu erwachen, schärfer als je zuvor.

Ein Bild trat plötzlich aus der Dunkelheit seiner Gedanken hervor: Ein altes, verfallenes Buch. Seiten voller Runen, die sich unter seinen Fingern lebendig zu bewegen schienen. Ein Flüstern, kaum hörbar, der Name „Veyron“ – eine Stimme, kalt wie Eis, aber voller Macht.

Sein Herz schlug schneller, nicht aus Angst, sondern aus etwas, das tiefer ging, eine uralte Vorahnung.

Er versuchte, sich zu erinnern, doch die Bilder zerrannen wie Schatten im Wind.

„Ich bin... Elias Thorne,“ murmelte er, so fest als wollte er die Wahrheit damit bannen.

Plötzlich durchbrach ein leiser Klang die Stille: das Knarren von Holz.

Er richtete den Blick scharf in Richtung der Gasse und sah eine Gestalt, nur schemenhaft sichtbar, eine dunkle Silhouette, die sich hinter einem mächtigen Eichenbaum verbarg.

Elias schauderte, als sich ein Ziehen in seiner Seele regte. Dieses Gefühl war neu — eine Präsenz, die ihn nicht nur beobachtete, sondern ihn zu kennen schien. Mehr als das: Sie wartete.

Er wollte fragen, wer dort war, doch kein Laut kam über seine Lippen. Stattdessen spürte er, wie die Erinnerungen wie Blitze durch seinen Geist zuckten: Leben, die er nie gelebt haben konnte; Orte, die er nie betreten hatte. Doch dort waren sie — lebendig, klar wie das Flüstern von Blättern im Wind.

„Warum... fühle ich ... dich?“ Seine Stimme war ein Flüstern, getragen von der eisigen Kälte der Nacht.

Das Flattern eines Umhangs in der Ferne, ein kaum hörbares Lachen, das ihm den Rücken hinunterlief.

Elias schluckte schwer. Er wusste instinktiv: Diese Welt, die ihm nun zu Füßen lag, war nicht nur ein neuer Anfang. Sie war ein Spielplatz dunkler Mächte — und er die Spielfigur, die zwischen den Schatten tanzte.

Die Gestalt trat einen Schritt hervor. Ein eisglänzender Blick traf Elias’, als hätte sich das Schicksal selbst darin verbarrikadiert.

„Du bist wiedergeboren, Erinnerer,“ flüsterte eine Stimme, schneidend wie ein Dolch im Wind.

Elias’ Herz raste. In diesem Moment erkannte er: Die Zeit spielte gegen ihn. Nicht nur sein Leben, sondern alle Welten schwebten im Gleichgewicht. Und irgendwo in dieser Dunkelheit lauerte ein Plan, der alles zerreißen konnte.

Ein letzter Blick in die Nacht — und das Gefühl, von unsichtbaren Augen durchbohrt.

Warum fühlte sich Elias plötzlich von einer unsichtbaren Präsenz beobachtet?